SZD-20 Wampir 2 - PiotrP

Polnische Segelflugzeuge und Amateurkonstruktionen
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SZD-20 Wampir 2

Segelflugzeuge ab 1945 > 1959 - 1965

Eingeflogen: 09.09.1959
Spannweite: 15 m
Länge: 3,0 m
Höhe: 1,70 m
Flügelfläche: 15 m²
Streckung: 15
Tragflächenprofil: NACA-23112
Gewicht: 175 kg
Max. Fluggewicht: 250 kg
Tragflächenbelastung:  16,7 kG/m²
Gleitzahl: 24,4 bei 83 km/h
Sinkgeschw.: 0,85 bei 70 km/h
Mindestgeschw.: 58 km/h
Max. Geschw.: 200 km/h
Zul. Lastvielfache: +4,5 / -2,25 g

Foto: "Konstrukcje lotnicze Polski Ludowej" WKiŁ 1965
SZD-20x Wampir 2 (Vampir)

Der SZD-20x "Wampir 2" war als schwanzloses Versuchssegelflugzeug aufgebaut worden. Die Konstruktion hatte 15 Meter Spannweite, 15 m2 Fläche und die Flächenstreckung betrug auch 15. Die Grunddaten sind mit dem Gedanken über einen Vergleich mit einem Segelflugzeug der Standardklasse zu haben. Für die Konstruktion war Dipl. Ing. Jan Dyrek verantwortlich. Zugrunde lagen die Erfahrungen von dem SZD-6 "Nietoperz" und Berechnungen für den nicht aufgebauten SZD-13 "Wampir". Der Prototyp mit dem Kennzeichen SP-2036 ist auf dem Flugplatz Katowice am 09.09.1959 eingeflogen worden. Der Testpilot war, wie auch bei dem "Nietoperz", der Adam Zientek. Auch wie bei dem "Nietoperz" hat man mit kurzen Autoschleppsprüngen angefangen, um die Ruderreaktion zu testen. Nach den 14 Autoschlepps am gleichen Tag folgte ein Flugzeugschlepp. Die weiteren Flüge ergaben eine deutliche Überempfindlichkeit bei Turbulenzen und unruhiger Luft. In ruhiger Luft konnte man sehr gute Flugeigenschaften bestätigen. In den Versuchen beim Strömungsabriss fiel der Segler über die Fläche und kam ins Trudeln, das nicht durch Ruderausschläge zu beenden war. Erst eine langsame Gewichtsverlagerung von dem Piloten nach vorne (beugen) ermöglichte den Übergang zur normalen Fluglage. Die größten Probleme sind aber in unruhiger Luft entstanden und während den Windböen, was zu einem Pendeln über die Längsachse mit recht großer Frequenz führte. Diese unangenehme Eigenschaft hat fast zu einer Katastrophe geführt, am 06.10.1959, also einen knappen Monat nach dem Flug, führte dies verstärkt durch eine Resonanz zur Zerstörung des Seglers in der Luft. Glücklicherweise konnte sich der Pilot noch durch Fallschirmsprung retten. Es war der letzte SZD-Versuch mit derartigen Konstruktionen.
Zg.: Roman Kiełpikowski

© Piotr Piechowski
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