Bekas-N - PiotrP

Polnische Segelflugzeuge und Amateurkonstruktionen
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Bekas-N

Amateurkonstruktionen > ab A bis G

Konstrukteur: Witold Kasprzyk
Erstflug: 12.04.1968
Spannweite: 14,94 m
Länge: 3,68 m
Höhe: 1,52 m
Flügelfläche: 15,33 m²
Streckung: 15
Tragflächenprofil: ?
Eigengewicht: ? kg
Max. Gewicht: ? kg
Flächenbelatung: ? kG/m²
Gleizahl: 44* bei 96,5 km/h
Min. Sinken: 0,61* m/s bei 87 km/h
Min. Geschwindigkeit: 64 km/h
Max. Geschwindigkeit: 208 km/h
Lastvielfache: ? g

*) die Werte sind wahrscheinlich sehr "optiistisch" eingegeben

Foto: W. Kasprzyk
Bekas-N

 
Bekas-N ist der Nachfolger des Brochocki BKB-1, der in Kanada von den kanadischen Ingenieuren Stefan Brochocki und Fred Bodek gebaut wurde. Der Buchstabe "K" in der Typenbezeichnung gehörte Witold Kasprzyk, der vor dem Krieg Fluglehrer von Stefan Brochocki war, und später die Hauptquelle für die Finanzierung des Baus dieses Flugzeugs war. Der Bau von BKB-1 (1955-1956) fand ebenfalls in der Garage des Hauses von Kasprzyk statt. Dieses Segelflugzeug wurde geflogen und erhielt die Kennung CF-ZDK-X. Nachdem die beiden Konstrukteure dieser Segler aus Zeitmangel die Weiterentwicklung fortführen konnten, stellten sie das Flugzeug dem Herr Kasprzyk exklusiv zur Verfügung. 1962 brachte Kasprzyk das Flugzeug in die USA und dort behauptete, sein Konstrukteur zu sein. Dort erhielt die BKB-1 die Registrierung N2991G und die Bezeichnung Kasper (später als Kasper-Wing bekannt).

 
Zg.: BKB-1 Version aus 1961r. und zum Vergleichen rechts, Bekas-N

 
Nachdem der BKB-1 im Unfall zerstört wurde, baute Witold Kasprzyk eine neue, modifizierte Version des Flugzeugs mit dem Namen "Bekas-N". Laut Jan Brochocki (Sohn von Kazimierz Stefan Brochocki - einem der beiden Konstrukteure der BKB-1) zeigt Kasprzyk in dem von dieser Seite aus verlinktem Film nur die BKB-1 im Flug. Wie Jan Brochocki behauptet, sind die "wundersamen" Flugeigenschaften, die Bekas-N zugeschrieben werden, nirgendwo bestätigt worden.

 
 
Im Jahr 2010 übernahm die Technische Universität Rzeszow die Bekas-N, und nachdem sie sie nach Polen gebracht hatte, wurde daran gearbeitet um die Flugfähigkeit des Segelflugzeugs wiederherzustellen. Die Fotos aus dieser Zeit zeigen Konstruktionsdetails, die dem alten dreitürigen Schrank würdig sind, aber nicht für ein Gerät, das einen Menschen in die Luft tragen soll. Im Herbst 2013 sollte das Segelflugzeug auf dem Flugplatz in Turbia eingeflogen werden. Zuerst im Schlepp hinter dem Auto, dann im F-Schlepp. Leider endete der erste Flugzeugschlepp (17.11.2013) in einer Katastrophe. Das Flugzeug, nachdem es etwa 10 m hochgestiegen war, rollte und schlug auf die Erde unter sich einen ausgezeichneten Piloten, den Bogusław Mrożek (55 Jahre alt) begraben. Es geschah vor den Augen seiner Frau, die den Flug gefilmt hat.

 
 
Der Bekas-N-Konstrukteur Witold Kasprzyk kehrte Mitte der 1980er Jahre für immer nach Polen zurück. Er ließ sich in Krakau nieder, wo er im November 1994 starb.

© Piotr Piechowski
since 2002

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